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aus: Werner's Musiklehre

Die Vokalreihe »A-O-U«

Drei Dinge braucht jede Sängerin und jeder Sänger: Atem, Konsonanten und Vokale. Diese grundlegenden Dinge gelten sowohl für den Rocksänger genauso wie für den klassischen Opernsänger. Wichtig ist, dass jeder sein „Handwerkszeug“ beherrscht und auf seine Weise einsetzen kann. Dazu braucht es jedoch ein beständiges Training, so wie es für die Sportler selbstverständlich ist. Für das Singen sind viele Muskeln nötig und die wollen trainiert werden. Wir wollen gleich beginnen und nehmen uns um das weite Feld der Vokale an. Vokale werden auch Selbstlaute genannt, weil sie ohne einen weiteren Buchstaben gesprochen oder gesungen werden können. Wir haben 5 Vokale, sie heißen A, E, I, O und U.

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Für das Singen teile ich die Vokale in zwei „Schienen“ auf. Die erste Schiene ist die A-O-U-Schiene. Ausgangspunkt und Grundvokal ist immer das A. Bei diesem Buchstaben ist der Mund ganz offen. Lass einfach Deinen Unterkiefer fallen. Dadurch wird ganz viel Platz in Deinem Mund. Wichtig ist, dass Du locker bleibst. Wackle ruhig ein paar Mal mit dem Unterkiefer hin und her. Deine oberen und unteren Zähne sind jetzt ganz weit auseinander. Perfekt!

Wenn wir jetzt unser „A-O-U“ singen, dann denke immer an das A und behalte dieses „A-Gefühl“ stets bei. Das „O“ und das „U“ formen wir nur mit den Lippen und den Wangen. Der Kiefer bleibt zu jeder Zeit offen. Du kannst das kontrollieren, wenn Du Deine Daumen links und rechts auf die Wangen zwischen der oberen und unteren Zahnreihe legst. Die Zähne bleiben auseinander.

Hier ein paar kleine Übungen:

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Denke daran: Ein guter Sportler wirst Du nicht über Nacht. Ein guter Sänger aber auch nicht. Deshalb singe diese Tonfolgen immer wieder einmal und gewöhne Dich an das A-Gefühl mit dem offenen Kiefer.