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aus: Werner's Musiklehre

Schwer, leicht, leicht: Der Takt.

Metronom

Wenn wir gleichmäßig in meine Hände klatschen, erhalten wir das so genannte Metrum. Vielleicht hast Du schon einmal etwas von einem Metronom gehört. Es gibt das Tempo eines Musikstückes an. Man stellt einfach die Schläge pro Minute ein - z.B. 120 bpm (beats per minutes) - und schon weiß man, wie schnell ein Musikstück sein soll. Bei Tempo 120 würde demnach pro Sekunde zwei Schläge zu hören sein. Das kannst Du mit dem Sekundenzeiger Deiner Uhr kontrollieren. Oder Du stellst das Tempo auf 60, dann hast Du bei jeder Sekunde genau einen Schlag.

Wenn man jetzt diese gleichmäßigen Schläge in eine betont-unbetont-Beziehung zueinander setzt, dann entsteht ein Takt. Die Zählzeit „1“ ist in jedem Takt betont. Du kannst auch sagen, die „1“ ist immer die „schwere Zeit“. Bei einem Vierer-Takt z.B. ist die Zählzeit „1“ stark und die Zählzeit „3“ schwächer betont. Die Zählzeiten „2“ und „4“ bleiben unbetont. In einem Dreier-Takt ist nur die „1“ betont, „2“ und „3“ bleiben ungewichtet.

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Am Anfang eines Musikstückes erfolgt nach dem Notenschlüssel eine Taktangabe. Diese wird meist mit einem Bruch angegeben. Das hat aber überhaupt nichts mit einem Bruch wie in Mathematik zu tun. Der Nenner (untere Zahl) legt den Notenwert der Grundschläge fest. Der Zähler (obere Zahl) bestimmt die Anzahl der Grundschläge pro Takt. Die Taktangabe 3/4 bedeutet demnach, dass jeder Takt drei / Viertel-Noten hat.

Das hört sich sehr kompliziert an, ist aber gar nicht schwer: Am besten schaut man immer zuerst auf die untere Zahl. Da sieht man, was man zählen muss. Bei einer „4“ zählt man die Viertelnoten, bei einer „2“ die Halbennoten, bei einer „8“ die Achtelnoten usw. Die obere Zahl verrät Dir, wie viele davon einen Takt voll machen. Bei einem 3/4-Takt musst Du also die Viertelnoten abzählen. Drei davon ergeben einen Takt und der endet bekanntlich immer mit einem Taktstrich.

Eine Besonderheit in der Schreibweise gibt es noch: Für einen Vier-Viertel-Takt kann man auch ein „C“ schreiben und für den Zwei-Halbe-Takt ein senkrecht durchgestrichenes „C“.

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