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Die Orgel in der Stadtpfarrkirche

Orgelprospekt
Orgelprospekt rechte Seite

Nach den Immobilien ist eine Orgel wohl die größte und teuerste Anschaffung, die eine Pfarrei tätigt. Die Orgel in unserer Stadtpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ hat 42 klingende Register und insgesamt 3264 Pfeifen. Ausführende Orgelbaufirma war Friedrich Meier aus Plattling/Ndb, Orgelsachverständiger und Disposition unter Domorganist Eberhard Kraus, Regensburg. Der Spieltisch besteht aus 3 Manualen zu je 56 Tasten sowie dem Pedal mit 30 Tönen. Die Traktur ist mit elektrisch gesteuerten Kegelladen ausgeführt, wodurch der Spieltisch an beliebige Plätze geschoben werden kann.

In den Jahren 1962 bis 1975 erfuhr das Instrument eine weitgehende Neugestaltung. Das Prospekt (s. Bild) aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde wieder verwendet.

Disposition der insgesamt 4 Werke:

Hauptwerk (I. Manual): Gedacktpommer 16', Holzgedackt 8', Salicional 8', Prinzipal 8', Holzflöte 4', Oktav 4', Nonenkornett 6f. 4', Oktavin 2', Mixtur 6f. 1 1/3, Trompete 8', insgesamt 1.160 Pfeifen.

Positiv (II. Manual): Rohrflöte 8', Italienisch Prinzipal 4', Blockflöte 4', Schwiegel 2', Spitzquinte 1 1/3', Scharff 1', Krummhorn 8', insgesamt 580 Pfeifen.

Schwellwerk (III. Manual): Metallgedackt 8', Holzflöte 8', Gamba 8', Geigenprinzipal 4', Geigenschwebung 4', Flachflöte 4', Nachthorn 2', Septimensesquialter 3f. 2 2/3', Larigot 2f. 1 1/3, Cimbel 3f. 1 1/3, Fagott 16', Oboe 8', Clairon 4', Tremolo, insgesamt 1.044 Pfeifen.

Pedal: Zartbass 16', Subbass 16', Violonbass 16', Quintbass 10 1/3', Gedacktbass 8', Oktavbass 8', Violon 8', Pommer 4', Bauernflöte 2', Choralbass 4'+1 1/3', Rauschpfeife 4f. 2 2/3, Bombarde 16', Posaune 8', insgesamt 480 Pfeifen.

Spielhilfen: Koppeln (Manualkoppel II-I, Manualkoppel III-I, Manualkoppel III-II, Pedalkoppel I, Pedalkoppel II, Pedalkoppel III) und Spielhilfen (Zungeneinzelabsteller, Crescendowalze, Schwelltritt, Tutti, Freie Kombination I, Freie Kombination II, Auslöser, Zungen ab, Crescendo ab, Handregister ab, Freie Pedalkombination).

Der Spieltisch
Der Spieltisch

Näher eingehend auf die Register bestehen innerhalb der Pfeifenreihen einheitliche Konstruktionen, die eine bestimmte Klangfarbe ergeben. Während die Tonhöhe von der Größe einer Pfeife abhängig ist, wird der Klangcharakter maßgeblich von dem für die Pfeifen verwendeten Material (z.B. Kupfer, Zinn, Zink, verschiedene Legierungen, Holz usw.) sowie von der Form der Pfeife (zylindrisch, konisch, trichterförmig) daneben auch von der so genannten Mensur (= Verhältnis von Weite und Länge der Orgelpfeifen zueinander) und verschiedenen anderen Umständen entscheidend geprägt.

Das Positiv (II. Manual)
Das Positiv (II. Manual)

Als Hörbeispiele für unsere Orgel in der Stadtpfarrkirche kann man hier die bekannte [01] Toccata und [02] Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach (BWV 565) anhören, sowie das [03] Choralvorspiel „Ich will dich leben“.


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