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Lied des Monats

Mit dem „Gotteslob 2013“ ist uns ein großer Schatz von Liedern an die Hand gegeben, den es zu heben gilt. Dies tun wir in der Stadtpfarrei Tirschenreuth seit September 2014 mit dem Lied des Monats. Dazu übt Chorleiter Werner Fritsch kurz vor dem jeweiligen Sonntagsgottesdienst (einschl. Vorabendmesse) ein neues Lied mit der Gemeinde ein. Die jeweiligen Termine und GL-Nummern werden im Voraus im „Kirchenanzeiger“ bekannt gegeben. Unser Kirchenchor stellt die neuen Lieder auf seiner Homepage als Hörbeispiel vor. So können Sie einen ersten Eindruck gewinnen oder - was noch besser ist - gleich selber mitsingen.


10. Juli 2016: GL 399 „Gott loben in der Stille“

„Gott loben ...“, „Gott lieben ...“, und „Gott leben ...“, das sind die drei Themen, denen der Textdichter Günter Balders (1984) seine Liedstrophen widmet. Im Stillwerden und Staunen kann der Mensch die Größe Gottes erfahren. Der Komponist Huugo Nyberg (1903) scheint dafür die passende Melodie geschaffen zu haben. Drei Mal setzt der Melodiebogen an um von unten nach weit oben zu gelangen und schließlich wieder in der letzten Phrase zum Ausgangston zurückzukehren - ein Lied zwischen Himmel und Erde.

5. Juni 2016: GL 736 „Heilig, heilig, lasst uns singen!“

Ein weiteres „Heilig-Lied“ oder lat. „Sanctus“ reiht sich in die Folge unserer Monatslieder ein. Der Text ist wiederum aus Jesaja 6,3 und Offenbarung 4,8 entnommen. Komponiert hat das Lied Heinz Martin Lonquich (1937-2014) im Jahr 1988. Lonquich war ein deutscher Komponist, Kirchenmusiker und Diakon und wirkte hauptsächlich im Kölner Raum.

15. Mai 2016: GL 800 „O komm herab, du Heiliger Geist“

Ganz klar im Bereich des „Neuen Geistlichen Liedes“ ist das Lied des Monats für Mai 2016 anzusiedeln. Passend zum Pfingstfest bietet sich unter der Nummer 800 „O komm herab, du Heiliger Geist“ im Diözesananhang der Regensburger Gotteslobausgabe an. Die Texterin Maria Luise Thurmair (1912-2005) ist uns schon von anderen Liedern her bekannt. Markus Jenny (1924-2001) wird als zweiter Autor angegeben. Im Kehrvers wird der Heilige Geist als Licht betitelt, in den Strophen sein Wirken beschrieben. Die Vertonung von Anette Böhme stellt dem akzentuiertem Kehrvers eine fließende Strophenmelodie gegenüber.

10. April 2016: GL 209 „Du teilst es aus mit deinen Händen“

Bei dem neuen Monatslied fällt sofort der mehrmalige Taktwechsel auf. Für das Singen stellt dies aber kein Problem dar, denn die Taktbetonungen folgen dem Versmaß der vier Strophen und stellen sich daher fast von selber ein. Rhythmisch interessant ist auch, dass nur die erste Phrase mit einer schweren Taktzeit beginnt, aber im Liedverlauf die Phrasen zwei bis vier immer wieder auftaktig Schwung holen. So ergibt sich ein gut gelungener, musikal. Spannungsbogen über jeder Strophe. Das Lied ist alles in allem eine ansprechende Symbiose aus Text (Lothar Zenetti, * 1926) und Musik (Kurt Grahl, * 1947).

13. März 2016: GL 283 „Aus der Tiefe rufe ich zu dir“

Das Lied „Aus der Tiefe rufe ich zu dir“ verzichtet auf komplizierte Rhythmen und Tonsprünge. Somit ist es leicht nachvollziehbar und einprägsam. Entsprungen ist es aus der Feder des berühmten, protestantischen Kirchenmusikers und Komponisten Oskar Gottlieb Blarr. Den Text über die beiden ersten Verse von Psalm 130 haben wir Uwe Seidel (1937-1997), einem protestantischen Theologen, zu verdanken. Erstmals erklungen ist es als Kyrie-Gesang im Rahmen der „Beatmesse 81: Wenn der Stacheldraht blüht“ in der Thomaskirche Düsseldorf und dann beim Evangelischen Kirchentag in Hamburg.

14. Februar 2016: GL 291 „Holz auf Jesu Schulter“

Das Monatslied zu Beginn der österlichen Bußzeit 2016 spannt den Bogen vom Tod zur Auferstehung, vom Fluch zur Frucht, vom Licht zum Gericht usw. Dieser Text des niederländischen Originals stammt von dem Priester und Dichter Willem Barnard (1920–2010). Wirklich übersetzbar waren die virtuosen Wortspiele der Urfassung jedoch nicht. Deshalb hat Jürgen Henkys (geb. 1929), Autor zahlreicher Kirchenlieder und Nachdichtungen, eine poetisch wie theologisch geglückte Verdeutschung geschaffen, die im katholischen Raum durch den „Kreuzweg der Jugend“ und die Aufnahme in einige Liederbücher bekannt geworden ist. Die Melodie verdanken wir Ignace de Sutter (1911–1988), einem belgischen Musiker und Theologen. Der Kehrvers ist dem Kyrieruf der Messe „Orbis factor“ (XI) entnommen, eine Hommage an den Gregorianischen Choral.

17. Januar 2016: GL 146 „Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch“

Was man heute unter einem „Neuen Geistlichen Lied“ versteht, kann gut und gern schon mal ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Ein Beispiel dafür ist das Lied „Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch“, das fast ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung es in den Stammteil des Gotteslobes geschafft hat. Johannes Jourdan (* 1923), Autor zahlreicher Liedtexte, hat sich als evangelischer Gemeindepfarrer in Darmstadt (1952-1986) sehr engagiert für das „Neue geistliche Liedgut“ in der Kirche eingesetzt. Der Komponist Andreas Lehmann – er war Kirchenmusiker in Karlsruhe und Hannoverschmünden – steuert mit seinem Part eine einladende Musik bei. Im Mittelpunkt des Liedes steht der „Herr“, der zu seinem „Mahl“ und seinem „Wort“ einlädt.

29. November 2015: GL 765 „Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit“

Der Komponist Detlev Jöcker (* 1951) ist bekannt als Texter und Sänger von Kinderliedern. So ist das neue Monatslied sehr strukturiert aufgebaut und daher leicht zu erlernen. Eckart Bücken (* 1943 in Berlin) seines Zeichens Diakon, Autor und Herausgeber lieferte 1986 die passende Textvorlage. „Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.“ Ein Lied, das nicht nur in die Adventszeit passt, sondern mit „Christus als das Licht der Welt“ auch im übrigen Kirchenjahr gute Verwendung finden kann.

8. November 2015: GL 453 „Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott“

Das Segenslied mit den Textstrophen von Eugen Eckert (* 1954, Sozialarbeiter, Pfarrer, Liedtexter und Dozent) und der Melodie vom schwedischen Theologen Anders Ruuth basiert auf dem Aaronitischen Segen des Alten Testaments (vgl. Buch Numeri 6,22-27). Der eindringlichen Anrufung „Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott“ zu Beginn einer jeden Strophe folgt jeweils eine konkrete Bitte: 1. Nahrung für Leib und Seele, 2. Zuwendung und Begegnung, 3. Schutz vor dem Bösen und schließlich 4. das verheißene Leben in Fülle. Die Melodie – inspiriert durch argentinische Volksmusik – klingt trotz ihrer Molltonart keineswegs traurig. Im ruhig schwingenden Dreiertakt steigert sich ihr Bogen vom Anfang zur Mitte hin, zur zentralen Segensbitte der Strophe, und klingt schließlich wiederrum zum Grundton ab.

4. Oktober 2015: GL 466 „Herr, dich loben die Geschöpfe“

Das berühmteste Gedicht des Heiligen Franz von Assisi - der Sonnengesang - ist um das Jahr 1225 in altitalienischer Sprache überliefert. Während das Original aus 9 Strophen besteht, komprimierte der Autor, Lehrer und Übersetzer Kurt Rose (1908-1999) das Gebet des Heiligen Franziskus im Jahr 1991/92 in eine poetisch-liedhafte Fassung mit nur 5 Strophen. Auffällig sind die vielen fast wortgetreuen Zitate. Die Melodie stammt aus einer Choralsammlung des deutschen Kirchenmusikers Friedrich Fillitz. Da wir in Tirschenreuth franziskanische Ordensschwestern haben, wird auch dieses Lied gute Verwendung in unserer Pfarrgemeinde finden.

13. September 2015: GL 370 „Christus, du Herrscher Himmels und der Erde“

Der Benediktinermönch von Mariastein bei Basel, Pater Dr. Vinzenz (Ernst) Stebler OSB, war Zeit seines Lebens dem Anliegen der „Actuosa participatio“ (aktive Teilnahme aller Gläubigen an der Feier der Liturgie) verpflichtet. Er schrieb im Jahr 1975 den Text unseres Liedes, einen Christus-Hymnus. Dieser Lobpreis an Christus hebt wichtige Attribute hervor wie „Anfang und Ende“, "voll des Erbarmens“, „ewigen Ursprungs“, „thronend im Himmel“ und „immer und ewig“.

Diese Akzente arbeitet die Melodie von Reiner Schuhenn, der diesen Hymnus im Jahr 2005 komponierte. Schuhenn ist Komponist im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Musica sacra und erster Vizepräsident des Allgemeinen Cäcilienverbandes Deutschland.

14. Juni 2015: GL 419 „Tief im Schoß meiner Mutter gewoben“

Dieses Lied stammt vom Theologen und Lyriker Sytze de Vries (* 1945), der in Haarlem lebt. Der niederländische Organist und Komponist Willem Vogel (1920-2010) hat die Musik dazu komponiert. Jürgen Henkys (* 1929), Pfarrer und Theologe in Berlin, verdanken wir die Übertragung ins Deutsche. Ausgangspunkt dieses Psalmliedes ist der Psalm 139. In diesem Psalm wird das Geschenk des Daseins thematisiert. Die fünf Strophen zeichnen den Lebensweg musikalisch nach. Hier wird deutlich, dass der Mensch kein Zufallsprodukt ist, sondern Geschöpf Gottes.

24. Mai 2015: GL 346 „Atme in uns, Heiliger Geist“

Eine Vorstellung vom Heiligen Geist zu bekommen, ist wohl schwierig. Der Text im französischen Original von Jean-Marc Marin beschreibt den Heiligen Geist nach seinen Auswirkungen auf uns Menschen. Durch „Atem, Feuer und Wirkung“ kann man Heiligen Geist erkennen und erfahren. Die Musik von Pierre und Viviane Mugnier (1982) tut das Übrige: Dem rhythmisch synkopierten Kehrvers folgt eine ausholende Melodie in den Strophen.
In der Pfarrgemeinde in Tirschenreuth ist das Lied schon bekannt, wird es doch seit Jahren zu den Firmgottesdiensten gesungen. Gut, dass es nun auch darüber hinaus bei uns Verwendung finden wird.

12. April 2015: GL 337 „Freu dich, erlöste Christenheit“

Das Lied für die Osterzeit 2015 geht schnell in's Ohr. Die in jeder Strophe wiederkehrenden Teile „freu dich und singe“ und „Sing fröhlich: Halleluja!“ erleichtern das Erlernen wesentlich. Die Strophentexte wurden für das Gotteslob aus vier verschiedenen Quellen zusammengetragen. Der Komponist ist leider nicht überliefert, die Melodie stammt aber aus dem Jahr 1838 (Limburg).
Unser Kirchenchor hat in den vergangenen Jahren dieses Lied in der Osterzeit immer wieder einmal in einem 4-stimmigen Satz vorgetragen.

22. Februar 2015: GL 272 „Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte“

In der Fastenzeit (österliche Bußzeit) trifft Barock auf Zeitgenössisches. Auf die Melodie aus dem Jahre 1708, die sich bei Johann Anastasius Freylinghausen findet, schrieb im Jahr 1982 Raymund Weber seine Verse. Den Text könnte man auch zwischen den Kapiteln „Bitte“ und „Vertrauen“ unseres Gotteslobes einordnen. Die erste Strophe wendet sich an den Heiligen Geist, während Strophe zwei Gott Vater und Strophe drei Gott Sohn zum Inhalt hat.

18. Januar 2015: GL 166 „Ehre sei Gott in der Höhe“

Im Januar und Februar 2015 beschäftigen wir uns mit einer Vertonung des kompletten liturgischen Textes des Gloria aus der Feder des Wiener Organisten und Komponisten Hans Haselböck (* 1928). Das Lied entstand für den ersten Besuch von Papst Johannes Paul II. in Österreich im Herbst 1983. Der Text ist auf Priester, Kantor und Gemeinde verteilt. Auffällig ist im Mittelteil die etwas ausweichende Tonalität mit durch ein Kreuzzeichen erhöhten Ton „gis“.
Schon aufgrund der Länge des Textes haben wir diesmal zwar eine große, aber durchaus auch zu bewältigende Aufgabe vor uns. Die Erfahrung der letzten Monatslieder zeigt, dass wir auch das neue Lied bis zur Fastenzeit 2015 lernen können und auch werden.

30. November 2014: GL 233 „O Herr, wenn du kommst“

Die Pädagogin Helga Poppe – Autorin von etwa 250 Liedern – textete und vertonte das neue Monatslied „O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu“ vor fast 40 Jahren. Advent heißt Ankunft. Wir sollen für den Herrn bereit sein wie die 10 klugen Jungfrauen im Gleichnis (Matthäus 25). Die praktische Umsetzung dazu gibt das Lied gleich mit: im „heute“ und „hier“ soll Gottes Reich „unter uns“ entstehen.

9. November 2014: GL 103 „Dieser Tag ist Christus eigen“

Im neuen GOTTESLOB finden sich einige bekannte Melodien mit neuen Texten wie z.B. das Lied für den Monat November „Dieser Tag ist Christus eigen“. Der Sonntag ist nach christlichem Verständnis der erste Tag der Woche. Deshalb steht es im GOTTESLOB unter der Überschrift „Gesänge - Woche“ auch an erster Stelle. In unserer Pfarrgemeinde ist die Melodie bereits von dem Marienlied „Sei gegrüßt, du Gnadenreiche“ her bekannt.

12. Oktober 2014: GL 720 „Preis dir, o Gott, auf höchstem Thron“

Im Monat Oktober haben wir es mit einer sog. „Liedparaphrase“ zu tun. Im Lied ist nicht der ganze Text des Gloria-Hymnus enthalten, sondern nur die Kernaussage entspricht dem vollständigen Text, wie wir ihn unter GL 583,1 finden. Die Praxis der Paraphrase wird aber seit dem II. Vatikanischen Konzil kritisch gesehen. Deshalb sind ehemalige Glorialieder aus dem alten Gotteslob heute in der Rubrik „Lob und Dank“ wiederzufinden.
Das Monatslied wurde im Gegensatz zu seinen Vorgängern bereits vor 310 Jahren komponiert, der Text ist immerhin schon 130 Jahre alt. Details dazu sind leider nicht bekannt.

21. September 2014: GL 745 „O du Lamm Gottes“

Ein leichtes und kurzes Lied ist das „O du Lamm Gottes“, komponiert von Martin Plentinger im Jahr 1980. Als Theologe, Pädagoge und Pastoralreferent ist Plentinger im Großraum Nürnberg tätig. Dieses Lied brauchen wir nicht eigens einzustudieren. Die beim Agnus Dei übliche dreimalige Wiederholung erleichtert uns den Zugang zu diesem neuen Lied.

7. September 2014: GL 200 „Heilig, heilig, heilig Gott“

Das erste Lied, ein „Heilig“ oder lat. „Sanctus“, findet in jeder hl. Messe seinen Platz kurz vor den Wandlungsworten. Der Text ist aus Jesaja 6,3 und Offenbarung 4,8 entnommen. Komponiert hat das Lied Oliver Sperling (Domkantor in Köln) im Jahr 2007.