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1941 bis 1956 – Johannes Hermann Hofrogge

Oktober 1941

Die Orgel der Stadtpfarrkirche war schon längst reparaturbedürftig, besonders da der Holzwurm sie stark geschädigt hatte. In der Zeit von 14. bis 28. Oktober 1940 wurde eine gründliche Reinigung vorgenommen und ein neuer Spieltisch eingebaut. Weiter führte Herr Orgelbaumeister Heinrich Keller aus Selb den vollständigen Umbau durch – siehe Bericht vom 7.6.1941 bis Oktober 1941. Die Kosten für den Umbau konnten gedeckt werden durch freiwillige Gaben der Pfarrkinder und die Ergebnisse von zwei Orgelkonzerten. Nun ertönt unsere Orgel in reicher Klangfarbe und Klangfülle bei froher Festesfeier wie zur ernsten Totenklage.

Willi Mayerhofer

September 1943

Anfangs September erhielten wir die traurige Nachricht vom Heldentod unseres ehemaligen Chorregenten Wilhelm Mayerhofer. Seit 1.1.1941 im Heeresdienst war er mehrmals verwundet und gab am 10.08.1943 sein junges Leben und sein reiches musikalisches Talent in die Hände des Schöpfers zurück. Die Pfarrgemeinde ehrte sein Andenken durch einen feierlichen Seelengottesdienst, bei dem auch die hiesigen Gesangsvereine, deren Dirigent er war, mitwirkten.

Januar 1943

  • 4 Sopranistinnen und 3 Altstimmen werden bezahlt, Angestelltenchor!
  • Chorleiter Hofrogge hauptamtlich, nebenamtlich Organist Oberlehrer Kohlmann (17.05.1886).
  • Gehaltsbezüge Hofrogge 1946/47: Monatsgehalt für 12 Monate (á RM 80.-) und Getreide- und Holzbesoldung

6. April 1947

Am Osterfest 1947 wurde von unserem Kirchenchor die Große Messe in C-Dur mit Orchester von Joseph Rheinberger aufgeführt.

03. und 12. Februar 1948

Briefwechsel Stadtpfarrer/Hofrogge wegen abfallender Leistungen des Kirchenchores. Verzeichnis der neueingeübten Messen usw. während meines (Hofrogge) Hierseins: 60 verschiedene Posten. Besoldungsholz 16.09.1948 betrug für Chorregent 31.20 DM.

August 1948

In der kurzen Zeit seines Hierseins hat H.H. Koop. Pfiffig bereits eine Knabenschola ausgebildet. Diese singt beim sonntäglichen Pfarrgottesdienst die Choralgesänge (Introitus, Graduale, Opferung, Kommunion).

4-5 Sängerinnen angestellt, Kürzung des üblichen Betrages wegen Rückgang der Mittel am 01.07.1949.

7. Juli 1949

Die Regensburger Domspatzen sangen in unserer Pfarrkirche. Das wunderbare Singen löste große Wirkung aus auf die vielen Zuhörer. Programm. Zeitung.

23. Juli 1950

Berliner Domchor gibt Konzert im Ankersaal.
Der Berliner Domchor unter Leitung unseres Landsmannes H.H. Domkapellmeister Dr. Karl Forster folgte der Einladung unseres H.H. Stadtpfarrers Ernst Mayer, für 14 Ferientage nach Tirschenreuth zu kommen. Zeitung. In der Pfarreichronik sind 6 weitere Zeitungsartikel erhalten.

Domchor St. Hedwig

Dezember 1950

Der Berliner Domkapellmeister Dr. Karl Forster, Sohn unserer Pfarrei, erhielt vom Heiligen Vater den Prälatenehrentitel. Vor kurzem erging an den Domkapellmeister ein Ruf als ordentlicher Professor an die Musikhochschule in München. Den Bemühungen des Berliner Kardinals ist es aber gelungen, seinen von ihm sehr geschätzten Domkapellmeister zu veranlassen, dass er zum mindesten noch einige Zeit dem Berliner Musikleben erhalten bleibt.

28. Dezember 1950

Die Schola brachte im großen Ankersaal eine Auslese der schönsten Weihnachtslieder zur Aufführung.
Weihnachtskonzert des Knabenchores Tirschenreuth
Leitung: Josef Schmeller
Solisten: Mariele Schmeller (Sopran), Ami Haubner (Sopran), Josef Reiter (Tenor und Violine), Karl Eibl (Bass)
Verbindende Worte: Herr Lehrer Gutsfeld

6. Januar 1952

Die Schola zog in Gruppen von Haus zu Haus und erfreute durch ihr Dreikönigssingen. Am Vorabend des Dreikönigsfestes sang die Schola auf dem Marktplatz Weihnachtslieder. Zeitung.

13. April 1952

Aufführung Mozarts Spatzenmesse am Ostersonntag, 13.04.1952 unter Hofrogge. Zeitung.

8. Mai 1952

Die Dresdner Kapellknaben der Hof-Propsteikirche und Staatsoper suchten anlässlich einer Konzertreise durch die Oberpfalz Tirschenreuth auf und gaben ein Konzert am 8. Mai 1952 um 20.00 Uhr in unserer Stadtpfarrkirche. Leitung und Orgel durch Kirchenmusikdirektor Joseph Wagner. Das Konzert der Kapellknaben war sehr reichhaltig, die zahlreichen Zuhörer waren voll des Lobes über die vollendeten musikalischen Darbietungen. Die Veranstaltung diente zu Gunsten des Wiederaufbaues der Hofkirche. Programm. Zeitung.

15. Juni 1952

Kirchenmusikalische Feierstunde in der Stadtpfarrkirche! Die Münchner Sopranistin Charlotte von Enhuber und der aufstrebende Regensburger Organist Eberhard Kraus haben das Kirchenkonzert mit reicher Programmfolge gestaltet. Programm. Zeitung.

6. Juli 1952

Während der Festmesse anlässlich der Fahnenweihe des Trachtenvereins wurde die Deutsche Bauernmesse von Anette Thoma aufgeführt. All die vielen lauschten voll Ergriffenheit dem andächtigen Singen der Haushofner Buam und dem begleitenden Spiel des Hackbretts. Bauernmesse. Zeitung.

7. September 1952

Beim festlichen Pfarrgottesdienst zum Erntedankfest sang der Bamberger Kirchenchor vom Marienmünster die Messe zu Ehren der Heiligen Cäcilia von Joseph von Woeß. Die Leitung des Chores hat eine Tirschenreutherin, Frau Anni Dohlus, geborene Zagler.

25. Dezember 1952

Kirchenmusikalische Aufführungen in den Weihnachtstagen
Bei der Christmette wurde die Weihnachtsmesse von Berthold Waßmer gesungen, beim vormittägigen Hauptgottesdienst die Pastoralmesse von Anton Diabelli, am zweiten Weihnachtsfeiertag die Messe Papae Marcelli von Palestrina, aufgeführt von der Schola. Zeitung.

16. August 1953

Kirchenchor und Schola machten einen Ausflug nach Kehlheim, zur Befreiungshalle und nach Weltenburg. In Kehlheim sang der Knabenchor die 6stimmige Papae Marcelli Messe von Palestrina beim Hochamt, das unser H.H. Geistl. Rat Mayer zelebrierte. in Weltenburg führte der Kirchenchor die Lauretanische Litanei von Grau auf; es dirigierte dabei zur Freude aller der Komponist selbst, der der Einladung von unserm H.H. Stadtpfarrer Folge geleistet hatte.

11. Oktober 1953

Der Nürnberger Madrigalchor gab nachmittags in der Stadtpfarrkirche ein Kirchenkonzert. Es bot reiche Abwechslung, die sich von den Altmeistern bis zur Moderne erstreckte. Der Chor pflegt meisterhafte a cappella Musik.

Kirchenchor im Jahre 1956

Kirchenchor 1956
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Chorleiter Johannes Hermann Hofrogge kündigt zum 1. März 1956 seinen Arbeitsvertrag und zieht in die Nähe von Bonn. Dort erhofft er sich nicht zu letzt eine besser honorierte Anstellung.


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