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Mein Text zum Thema Asyl

Der Zustrom an Flüchtlingen in unserem Land scheint nicht abreißen zu wollen. Im Falle einer Duldung ist der asylsuchende Mensch bei einer Abschiebung auf jeden Fall zur Ausreise verpflichtet. Die Frage ist nur, ob und wann der Fall der Fälle auch eintritt. Das kann in einer Woche sein, in einem Jahr oder erst in 10 Jahren. Das ewige Bangen ist eine Zerreißprobe für die Nerven. Können Sie sich vorstellen, was das heißt? Lohnt es sich, die deutsche Sprache zu lernen, wenn sie vielleicht morgen schon das Land wieder verlassen müssen? Können Sie sich vorstellen, dass das zermürbt?

Hier ist einer der Texte dazu aus meinem Musical „No matter - Black or White“, das ich in Tirschenreuth leider nicht aufführen kann. Die Politik wollte das nicht. Das Original stammt von Ronan Keating mit dem Titel „If tomorrow never comes“. Umgemünzt auf das Thema Asyl textete ich im Jahr 2013 folgende Zeilen:

„Wenn es hier kein Morgen gibt“

Manchmal in der Nacht, wenn die Kinder schon tief schlafen,
dann lieg ich lange wach und frage mich: Was wird morgen sein?
In Gedanken wünsch ich mir, es gibt für uns ein bess’res Leben,
ein bisschen nur vom Glück, ein Funke Hoffnung, warmer Sonnenschein.

Wenn es hier kein Morgen gibt, was wird dann mit uns werden?
Ich frag mich jeden Tag: Warum uns keiner mag? Was wird morgen sein?
Wir haben niemand was getan. Und wollen nur in Frieden leben.
Eine Chance für den Start in einen bess’ren Tag, dass es hier ein Morgen gibt.

Ist denn alles schon verlor’n? Sieht denn keiner unsre Sorgen?
Wird dieses fremde Land uns Heimat geben, sind wir anerkannt?
All’ die Sorgen von zu Haus, all’ die Mühen unsres Weges,
war das nun ganz umsonst, ist hier in Deutschland für uns Endstation?

Wenn es hier kein Morgen gibt ...
Eine Chance für den Start in einen bess’ren Tag, dass es hier ein Morgen gibt.

Das Palyback dazu: